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New Work trifft Handwerkskunst
Foto: Volker Beushausen

New Work trifft Handwerkskunst

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Angelika Herstell

Wie die Recklinghäuser Werkstätten mit New Work, Assistenzsystemen und Austausch auf Augenhöhe Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigung neu denken.

In den Recklinghäuser Werkstätten des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen ticken die Uhren etwas anders als in Industriebetrieben, denn die Arbeitsplätze und das -tempo sind den Beschäftigten und ihren Beeinträchtigungen angepasst. Ob im Holz-, Wasch-, Montier- oder PackWerk oder in den anderen Bereichen: Die Beschäftigten arbeiten zügig und mit großem Engagement unter Anleitung von erfahrenen Fachkräften im Handwerk, die eine pädagogische Zusatzausbildung haben. Bei neuartigen Konferenzen haben nun Akteure aus allen Bereichen zusammengesessen und über ihre Arbeit gesprochen. Das Projekt heißt „New Work. Ein Erfahrungsaustausch über Hierarchie- und Abteilungsgrenzen hinweg“.

Projekt schafft Verständnis

„Wir wollten zusammen kreativ werden, Arbeit neu denken, die Beschäftigten ebenso wie die Anleitenden“, sagt Alexander Bross, der Dienststelleiter am Standort Recklinghausen-Süd. Die Auswertung des Projekts laufe noch, aber allein die kollegialen Besprechungen seien schon ein Gewinn gewesen, findet er. Die Beschäftigten fühlten sich verstanden und mitgenommen. Bei ihrer täglichen Arbeit nutzen sie übrigens ebenso Assistenzsysteme mit Ton- und Lichtsignalen wie auch Werkzeuge, die ihre Anleitenden passgenau für sie und ihr jeweiliges Handicap entwickelt haben – oftmals geformt im hauseigenen 3D-Drucker. In den Recklinghäuser Werkstätten ergänzen sich also alte Handwerkskunst und moderne Softwarelösungen perfekt.

Info
Recklinghäuser Werkstätten

Alle weiteren Infos zu den Recklinghäuser Werkstätten des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Recklinghausen findet ihr unter www.recklinghaeuser-werkstaetten.de.

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